Bei einem erneuten Aufenthalt in Tansania im Juli 2026 hat Cornelia Engel verschiedene Projekte und Einrichtungen besucht, die seit vielen Jahren begleitet werden. Dabei ging es vor allem darum, zu schauen, wie sich die Arbeit vor Ort entwickelt hat, was gut funktioniert und wo weitere Unterstützung sinnvoll ist.
Eine der Stationen war das Krankenhaus in Dareda. Dort konnten mehrere gesammelte Brillen an den Augenarzt übergeben werden. Sie sollen gezielt Menschen zugutekommen, die sich eine eigene Brille sonst nicht leisten könnten. Auch im Kindergarten Dareda-Semak läuft der Alltag weiterhin gut. Bei dem Besuch wurden einige kleinere Dinge für die Kinder mitgebracht und es gab Gelegenheit, sich anzuschauen, wie der Unterricht und die Betreuung derzeit laufen.
Fortschritte in der Schule in Dareda
Natürlich führte der Weg auch wieder in die Schule für Kinder mit Beeinträchtigungen. Mitgebracht wurden unter anderem Puzzle und kleine Lernspiele für den Unterricht. Besonders schön war zu sehen, dass die Kinder weiter Fortschritte machen. Ein blinder Junge, der bereits bei früheren Besuchen begleitet wurde, kommt inzwischen immer besser mit der Brailleschrift zurecht. Für einige der älteren Jungen gab es außerdem zwei Trikots der TSV Rot-Weiß Auerbach, die schnell neue Besitzer fanden.
Unterwegs in Dareda
Vom Krankenhaus über den Kindergarten bis zur Schule: Der Besuch bot Gelegenheit, bekannte Einrichtungen wiederzusehen und einen Eindruck vom Alltag vor Ort zu bekommen.
Die Wasserstellen funktionieren
Ein wichtiger Punkt der Reise war auch der Blick auf die Wasserprojekte in Engawalet. Zwei der drei Wasserstellen konnten diesmal besucht werden. Beide funktionieren und werden von den Menschen vor Ort genutzt. Damit hat sich bestätigt, was bei solchen Projekten am wichtigsten ist: Die Anlagen sind nicht nur fertiggestellt, sondern erfüllen auch im Alltag ihren Zweck.
Die dritte Wasserstelle konnte bei diesem Besuch leider nicht erreicht werden. Wegen der extremen Trockenheit war die Straße in einem so schlechten Zustand, dass dafür ein großer Umweg notwendig gewesen wäre.
Im Alltag angekommen
Beim erneuten Besuch zeigte sich, dass die Wasserstellen nicht nur fertiggestellt sind. Sie werden genutzt und haben ihren festen Platz im Alltag vor Ort gefunden.
Neues aus Esilalei
Auch im Kindergarten in Esilalei gab es einiges zu sehen. Für weitere drei Monate ist die Versorgung der Kinder mit Uji-Brei gesichert. Die regelmäßige Mahlzeit gehört dort weiterhin fest zum Kindergartenalltag.
Eine besondere Freude machten außerdem Turnbeutel, die über die SV Drochtersen/Assel nach Tansania gelangt waren. Wegen eines Fehldrucks konnten sie ursprünglich nicht wie vorgesehen verwendet werden, waren ansonsten aber völlig in Ordnung. So bekam jedes Kind im Kindergarten einen eigenen Beutel.
In den vergangenen Wochen wurde außerdem weiter an der Wasserversorgung gearbeitet. Bilder aus Esilalei zeigen unter anderem den Bau eines Fundaments für einen Wassertank sowie weitere Arbeiten rund um die Beschattung.
Kindergarten und Wasserversorgung
Im Kindergarten geht der Alltag weiter – und gleichzeitig wird an der Infrastruktur gearbeitet. Zwei ganz unterschiedliche Eindrücke aus Esilalei.
Der nächste Schritt ist schon im Blick
Aus dem Besuch ist auch bereits eine neue Idee entstanden: Die Wasserleitung soll möglichst bis direkt zum Kindergarten in Esilalei verlängert werden. Das würde die Versorgung vor Ort deutlich erleichtern. Erste Überlegungen zur Umsetzung gibt es bereits, nun soll geschaut werden, wie sich das Vorhaben konkret realisieren lässt. Damit könnte sich an dieser Stelle schon das nächste Projekt anschließen.
Der Besuch hat vor allem gezeigt, dass viele der Maßnahmen aus den vergangenen Monaten inzwischen ganz selbstverständlich genutzt werden. Die Wasserstellen laufen, in den Kindergärten und Schulen geht die Arbeit weiter und aus den Gesprächen vor Ort entstehen bereits die nächsten Schritte.